Dieses Kapitel preist die Einheit, die allem zugrunde liegt. Jedes Ding hat seine Bestimmung durch das Eine. Demut und Bescheidenheit, selbst bei den Höchsten, sind die wahre Grundlage der Stabilität. Äußere Ehre ist vergänglich; wahrer Wert liegt im Schlichten.
Key Concepts
Das Eine
本
贱
Niedrigkeit
Cite This Chapter
Laozi, Tao Te Ching, Chapter 39, "Die Kraft des Einen", laotzu.ai: https://www.laotzu.ai/de/chapters/39/
Classical Chinese, translation, and AI reflection are shown separately; cite this chapter URL for references.
Einst erlangten die Dinge das Eine: Der Himmel erlangte das Eine und wurde klar. Die Erde erlangte das Eine und wurde fest. Die Geister erlangten das Eine und wurden wirksam. Die Täler erlangten das Eine und wurden erfüllt. Alle Wesen erlangten das Eine und wurden lebendig. Die Fürsten und Könige erlangten das Eine und wurden die Mitte der Welt. Das aber ist ihre Bestimmung. Wäre der Himmel nicht klar, er würde bersten. Wäre die Erde nicht fest, sie würde wanken. Wären die Geister nicht wirksam, sie würden erlöschen. Wären die Täler nicht erfüllt, sie würden versiegen. Würden die Wesen nicht leben, sie würden vergehen. Wären die Fürsten und Könige nicht erhaben und hoch, sie würden stürzen. Darum: Das Edle hat das Gemeine zur Wurzel, das Hohe hat das Niedere zur Grundlage. Darum nennen sich die Fürsten und Könige selbst 'der Verwaiste', 'der Einsame', 'der Unwürdige'. Ist das nicht ein Zeichen, dass sie das Gemeine als Wurzel anerkennen? Oder nicht? Darum: Wer viele Ehren sucht, verliert alle Ehre. Sei nicht kostbar wie Jade, sondern rau wie ein Stein.
Tiefe Reflexion
Worum geht es in diesem Kapitel?
Dieses Kapitel preist die Einheit, die allem zugrunde liegt. Jedes Ding hat seine Bestimmung durch das Eine. Demut und Bescheidenheit, selbst bei den Höchsten, sind die wahre Grundlage der Stabilität. Äußere Ehre ist vergänglich; wahrer Wert liegt im Schlichten.
Was hat das mit mir zu tun?
Ich lerne, dass mein Stolz und mein Streben nach Anerkennung mich oft von der wahren Mitte entfernen. Wenn ich mich auf das Eine, das Wesentliche besinne, finde ich Halt. Gerade in der Bescheidenheit und im Dienst am Kleinen liegt meine Kraft.
Was soll ich heute tun?
Nenne dich heute bewusst in Gedanken 'der/die Unwürdige' oder 'der/die Einsame' und tue eine einfache, demütige Handlung, ohne Dank zu erwarten.
The things which from of old have got the One (the Tao) are Heaven which by it is bright and pure; Earth rendered thereby firm and sure; Spirits with powers by it supplied; Valleys kept full throughout their void; All creatures which through it do live; Princes and kings who from it do their model give.
AI Modern
Einst erlangten die Dinge das Eine: Der Himmel erlangte das Eine und wurde klar. Die Erde erlangte das Eine und wurde fest. Die Geister erlangten das Eine und wurden wirksam. Die Täler erlangten das Eine und wurden erfüllt. Alle Wesen erlangten das Eine und wurden lebendig. Die Fürsten und Könige erlangten das Eine und wurden die Mitte der Welt. Das aber ist ihre Bestimmung. Wäre der Himmel nicht klar, er würde bersten. Wäre die Erde nicht fest, sie würde wanken. Wären die Geister nicht wirksam, sie würden erlöschen. Wären die Täler nicht erfüllt, sie würden versiegen. Würden die Wesen nicht leben, sie würden vergehen. Wären die Fürsten und Könige nicht erhaben und hoch, sie würden stürzen. Darum: Das Edle hat das Gemeine zur Wurzel, das Hohe hat das Niedere zur Grundlage. Darum nennen sich die Fürsten und Könige selbst 'der Verwaiste', 'der Einsame', 'der Unwürdige'. Ist das nicht ein Zeichen, dass sie das Gemeine als Wurzel anerkennen? Oder nicht? Darum: Wer viele Ehren sucht, verliert alle Ehre. Sei nicht kostbar wie Jade, sondern rau wie ein Stein.
Meine Reflexion
Was inspiriert dich an diesem Kapitel? Wie wirst du es anwenden?