Kapitel 14
Man schaut nach ihm und sieht es nicht
Original
其上不皦,其下不昧,绳绳不可名,复归于无物。是谓无状之状,无物之象,是谓惚恍。
迎之不见其首,随之不见其后。执古之道,以御今之有。能知古始,是谓道纪。
Übersetzung
Sein Oberes ist nicht hell, sein Unteres ist nicht dunkel. Unendlich und unbenennbar kehrt es zurück ins Nichts der Dinge. Das ist die Gestalt ohne Gestalt, das Bild ohne Ding, das ist das Schemenhafte und Ungewisse.
Geht man ihm entgegen, sieht man nicht sein Antlitz; folgt man ihm, sieht man nicht seinen Rücken. Hält man fest am uralten Tao, um das heutige Dasein zu meistern, so erkennt man den uralten Anfang. Das ist des Tao ewiger Faden.
Tiefe Reflexion
Worum geht es in diesem Kapitel?
Das Tao ist jenseits von Sinneswahrnehmungen und begrifflichem Denken. Es ist unsichtbar, unhörbar, ungreifbar, doch es durchdringt alles. Wer die ewige Ordnung des Anfangs erkennt, kann die Gegenwart verstehen und in Harmonie mit dem Lauf der Dinge leben.
Was hat das mit mir zu tun?
Ich versuche oft, alles mit meinem Verstand zu erfassen und zu kontrollieren. Dieses Kapitel erinnert mich daran, dass es eine tiefere Wirklichkeit gibt, die ich nicht sehen oder begreifen kann. Indem ich mich dem Unfassbaren öffne, finde ich Gelassenheit und Weisheit.
Was soll ich heute tun?
Heute nehme ich mir eine stille Minute, setze mich hin und beobachte meine Gedanken, ohne sie zu bewerten. Ich lasse los, alles verstehen zu müssen, und vertraue auf die unsichtbare Ordnung des Lebens.
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Meine Reflexion
Was inspiriert dich an diesem Kapitel? Wie wirst du es anwenden?